Haken schlagen

Eine gute Betriebsanleitung zeichet sich dadurch aus, dass sie den Anwender eines Produktes dazu verleitet, nachzudenken. Das dachte sich auch HP und legte seinem Offiejet 4300 All-in-One eine planvoll erstellte und reichhaltig bebilderte Papierhilfe bei. Zudem waren die Techniker pfiffig und programmierten ihrer Druck-Fax-Scan-Kombi eine Hilfsanzeige für das Display mit ein. Nutzt bloß nix.

"Papierstau bitte beseitigen", behauptet das Gerät sofort nach dem ersten Einschalten. Da lag das Papier noch in seiner Verpackung. Was auch gut so war, denn ich wollte die Druckerpatronen einsetzen. Deren Transportwagen hängte aber fest. Warum?

"Entfernen Sie sämtliches Verpackungsmaterial" riet die Anleitung - und siehe da, in Innern des Papierfaches war als Transportischerung ein gefalteter Kartonstreifen versteckt. Ein Mann, ein Griff, schon war der Störenfried beseitigt. Einschalten, Transportwagen startet. "Klacker". Geht nicht.

Noch mal in die Anleitung schauen. Nichts. Im Handbuch nachlesen. Nichts. Am Transportwagen zupfen. Nichts. Laut schreien. Nichts. Und dann... – Kaffee trinken. Die Zeit mit der Tasse in der Hand bringt den entscheidenden Impuls: Nachdenken. Das führt zu Nachgucken. Und das führt zum entscheiden Resultat: Entdecken.

Nämlich einen Sicherungsklammer, die auf der Laufstange des Transportwagen aufgesteckt ist. Klein, stark, schwarz. Und nirgend dokumentiert.

Was die Frage aufwirft: Was bedeutet HP? Vielleicht: Haste Pfertich?
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