Wenn Bilder sprechen könnten...

Move-Rite-klein
...würde dieses "AUTSCH" sagen.

Es zeigt einen Servierwagen für das Krankenhaus nebst Hilfsmotor. Und es zeigt, was passiert, wenn man die Sekretärin mit zum Fotoshooting nimmt. Nämlich:
AUTSCH.

Jungs. Mädels. Fotografen. Wart ihr schon mal in einem Krankenhaus? Habt ihr da jemals so eine prima Ballerina gesehen?

Nicht, dass Goldilock dort grundsätzlich Hausverbot hätte. Aber:
DIESE SCHUHE. Damit arbeitet man doch keine zwei Stunden auf Station (es sei denn, man ist ihr Maskottchen).

Letzteres könnte allerdings den Blick der Guten erklären: Augen- und Kopfverdreh zu Chefarzt Dr. "High-End" Nowitzki, auf einem Tisch stehend. Oder himmelt Sie bloß ihren Schuster an?

P.S. Das gezeigte Bild stammt aus einem Prospekt des Stationswagen Herstellers temp-rite. Das Copyright des Plakatmotivs liegt daher bei diesem oder einer von diesem beauftragten anderen juristischen oder realen Person.
|

Bööööses Foul!

Endlich! Überall: Fußball-Werbung. Und was kann man nicht alles damit verkaufen: Nutella im Ballglas und mit 30% Preisaufschlag. Tütensuppen und Schokolade (Stichwort: Fangroups zum Abbeißen). Fahrräder. Autos. Und natürlich Fußballbier. Vox aber ist der Fuchs:

Bild(13)
Ein Bild spricht für sich selbst.

Bööööses Foul? Well observed, dear Watson. Aber nicht well genug. Oder hat hier einer extra bööööse gescherzt?

Denn der mit Word-Arts verbogene Slogan "Mach die Kugel rein" hat deftig Beigeschmack. Schliesslich bewirbt er keine Fußball-Wetten, sondern Krimis. Geht's Käptn' Boulevard so schlecht, dass er schon quer durchs Land eine Anstiftung zur Straftat plakatiert? Themenakquise geht auch anders...

Vielleicht wollte sich aber bloß einer als jung statt matt profilieren. Und der Hintergrund steht für die rote Karte.


P.S. Das gezeigte Plakat ist eine Werbung des Fernsehsenders VOX. Das Copyright des Plakatmotivs liegt daher bei diesem oder bei einer von diesem beauftragten juristischen oder realen Person.
|

SEX, in Gottes Namen

Mit Gottes Hilfe lässt sich immer mal was lernen. In den US of Aha haben sich jetzt Konvertiten als findige Zeitgeist-Surfer erwiesen. Mit Godcasts, Tageslosung als SMS, Beichte per E-Mail und Pope live auf Mega-Screens in den Kirchenraum gebeamert zeigen Sie, wie aufgeschlossen sie sind - neuen Techniken gegenüber ebenso wie brisanten Themen. Das wichtigste von Ihnen: SEX!

Auf der Website eines der gottesfürchtigen Vereine fand sich daher die folgende aussagestarke Abbildung:
Lets_TALK_about_sex
That's it, folks.

So eine (Selbst-)Anzeige hat die Qualität von "Hier wird Service GROSS geschrieben!"

Was sich daraus lernen lässt? Sollten Sie gleichfalls, verehrte LeserInnen, auf die waghalsige Idee kommen, über die wichtigen Dinge im Leben lieber zu schwatzen, als charmant zur Sache zu kommen, dann wechseln Sie bitte den Job.
|

Sancta Curiositas

Professionelle Kreativität ist eine bedrückende Angelegenheit. Wenn der Chef drängelt, der Kunde quengelt, einem mal wieder nichts einfällt als die Tür mit Wucht ins Schloss zu hauen, dann hilft vielleicht - eBay.
Im Ernst: Gäbe es eine Kategorie "Kuriositäten", täte man da gerne mal zum Wohle der eigenen Inspiration wildern. Kostprobe gefällig?
Ersteigern konnte man beim weltgrößten Online-Auktionshaus zum Beispiel

- ein Wireless LAN Kabel
- Ersatzluftblasen für Wasserwagen
- dehydriertes Wasser

Für besonders Gläubige gab es
- den Noch-Nicht-Papst-Golf
- ein Originalfoto von Jesus
- eine Toastscheibe mit dem Antlitz der Muttergottes

3,2,1 - meins! - Der Golf brachte es Dank US of Aaaa auf über 180.000 Euro. Auch die Muttergottes war im Land der unbegrenzten - Urteilen Sie selbst - über 20.000 (in Worten: ZWANZIGAUSEND) Dollores wert.

Sollten Sie also morgen nach dem Frühstück eine halbe Scheibe Toast rumliegen haben, vergessen Sie blöde Chefs, doofe Kunden und Mutterns "alles aufessen, sonst gibt's schlechtes Wetter". Für 10 halbgegessene Toastscheiben gibt's mit etwas Glück eine Finca auf Mallorca. Und mit einer weiteren Scheibe pro Quartal sichern Sie sich einen annehmlichen Lebensstandard.

.
Muttergottes
Spezialität aus Acrylamid: Muttergottes auf Toast. Oder ist es doch Marilyn?
|

Frau Lampe

Wir haben es schon immer gewusst: die Frau ist eine Lampe. Dunkel, mit Wuschelfrisur und ohne Kleidung. Heiße Sache, das.

Denn wir haben schon immer gewusst:
Sex sells. Was daran liegt, dass meist Männer Werbebudgets verwalten und diese Männer bevorzugt Playboy lesen. Denn anders ist schwer zu erklären, dass gerade Frau Lampe den Konsum ankurbeln soll (was sie wegen des Lampenschirms zwischen den Händen ja gar nicht kann).

Wissenschafter haben zwar herausgefunden, dass die avisierte Gruppe der
männlichen Portemonnaie-Besitzer ihrem steinzeitlichen Beutejägertrieb folgend beim Bezahlvorgang der frisch erlegten Waren eine Ausschüttung von Glückshormonen erleidet. Andere Wissenschaftler berichten aber, dass bei sexy Werbung mündige Männer vor allem auf Brust und Po der Beutehalterung gucken. Das Logo, der Firmenname? - "Irgendwas mit Busenwunder."

Und Frauen? Schauen der plakatierten Konkurrenz dorthin, wo sie in der eigenen Hose und
Bluse Untermaß befürchten. Allerdings streift ihr Blick bisweilen doch das Logo. Sie merken sich dann, über welchen Porno-Lampenladen sie beim nächsten Cappu mit Chérie im Café abkotzen.

Egal. Frau Lampe hat was: Keine
Brustwarzen, zum Beispiel. Und warum? Selbst in der Lampenwerbung gelten rigide Sparzwänge.

Frau_Lampe

Große Bälle: Frau Lampe zeigt, was sie hat.

Dieses Foto stammt aus einem Möbelprospekt der Firma Steinhoff. Das Copyright des Bildes liegt daher bei diesem oder einer anderen juristischen oder realen Person.
|